San Francisco

Nun eine sehr ortsstete Variante des Reisens. Wohnen in San Francisco und dabei möglichst viele Seiten der Stadt kennen lernen. Im Haus von Katrin wurde zufällig eine Wohnung frei, die ich gemeinsam mit einem Freund von ihr anmieten konnte. Im Gegenzug für die “günstige” Miete, habe ich mich um den Garten gekümmert:-)

Trump des Willens

Angekommen am Tag nach der Amtseinführung und sofort politisch absorbiert worden. Auf Demos gewesen, um mal wieder festzustellen, dass “dagegen” sein, kein ausreichend belastbares Programm ist. Aber immerhin gab es mediale Aufmerksamkeit, die auch in Washington zu spüren war.
In vielen Gesprächen mit unterschiedlichsten Leuten hier wird klar: San Francisco ist nicht die USA. Hier würde auch keiner offen seine Trump-Sympathie bekunden. Allerdings denken links-liberale über den Besuch von Schießtraining nach… Wohin diese Reise wohl führen mag?

Selbstentfaltung in den Bubbles

Was in San Francisco wirklich augenfällig ist, sind die Unterschiede. Unglaublich reiche Firmen mit entsprechend wohlhabenden Mitarbeitern und extrem viele Obdachlose und beeindruckend schlechte Strassen (und ich weiss wovon ich rede … 😉 ). Wie überall, so führt das auch hier zu Gentrifizierung und Abschottung. Die großen Techfirmen haben sogar ihr eigenes Transportnetz aufgebaut (eigene Busse) und die “Techies” fahren mit Uber/Lyft für Spottpreise (teilweise billiger als ein Croissant) zu ihren Croissants (keine Spottpreise). Hatte hier bei einigen Projekten mitgeholfen, die Essen für Obdachlose gekocht und an sie verteilt haben. Eine sehr interessante Erfahrung, insbesondere aus dem Gegensatz heraus, der in San Francisco geboten ist.

Eine große Stadt bietet viele unterschiedliche spannende Optionen zur Selbstentfaltung, so dass die Tage wie im Fluge vergehen. Die letzten Monate hatte ich mir immer wieder Zeit genommen, um meine IT-Kenntnisse zu vertiefen und somit war SF nur eine logische Konsequenz. Neben vielen spannenden Vorträgen zu allen möglichen Themenbereichen (Programmiersprachen, Frameworks, Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, selbstfahrende Autos,….) habe ich auch selbst noch etwas Programmieren gelernt, so dass die Tage nur noch schneller vergingen. Zu den “brandaktuellen” technische Neuerungen lässt sich sagen: Sehr innovativer Geist und alle sind Technik-affin. Allerdings, man glaubt es kaum, wird auch hier mit Wasser gekocht…

Habe insbesondere einige Vorträge und Meetups besucht, die sich auch mit Ethik & IT beschäftigen. Tenor: Der Arbeitsmarkt verändert sich immer. Eindeutig eine Fixierung auf ökonomische Aspekte.
Daher hier zwei künstlerische Annäherungen an technische Entwicklungen (1 2) und ein TED Beitrag. Ach, als kleine Ergänzung zur Leseliste vom letzten Beitrag darf neben Mirror das Buch “Circle” von Dave Eggers eigentlich auch nicht fehlen.

Darüber hinaus ist für den geneigten Yuppi in SF auch alles andere geboten: Yoga, Bouldern, Zeichnen/Malen, Tango, Kunstveranstaltungen und -ausstellungen, … Und um das Programm für den nach einem Jahr nun “angekommenen” Reisenden vollständig zu machen, wurde darüber hinaus auch einige Zeit in Brot backen, die Gartenpflege und diverse Ausflüge ins Umland genutzt.

One Comment

  1. Lieber Dirk,

    ein interessanter und informativer Bericht,dazu kurzweilige Analysen garniert mit tollen Bildern. Es macht Spaß und man bekommt Lust auf “Mehr”

    das meint “Grüße aus der Heimat”

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