Urlaub in Thailand

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Nachdem mit Hokkaido erst einmal ein weiteres großes Ziel und ein relativ nördlicher Punkt erreicht war, sollte es Richtung Süden gehen, mit einer längeren Pause in Bangkok und eventuell auf einer der Inseln. So kam es dann auch erst einmal.

Die Reisemüdigkeit hatte uns nach sechs Monaten auf der Straße befallen. Wir reisten schließlich fast ununterbrochen durch die Lande wie Vagabunde und sammelten jeden Tag neue Eindrücke und Erfahrungen. Kein Wunder, dass wir in Bangkok unsere Tage mit essen, schlafen und Massagen verbrachten. Urlaub vom Urlaub.

Koh Phangan

Nach 14 Tagen Ruhen und Rasten in Bangkok ging es nach Koh Phangan, eine der größeren Inseln im Golf von Thailand. Im Wesentlichen bekannt für die Fullmoon-Parties.

Dort fuhren wir typisch Thai mit dem Roller von Bucht zu Bucht, schwammen, schnorchelten und yogierten (einzelne der Reisegruppe). Die einzige Minigolfanlage weit und breit beeindruckte uns und wir dachten schon über eine Weiterbildung diesbezüglich nach. Da wir die Fullmoon-Party verpassten, tanzten wie uns die Füße auf der Halfmoon-Party mitten im Dschungel platt.

Bangkok

Zurück in Bangkok kam es anders.

Eine solide Dengue-Fieber-Erkrankung eröffnete Dirk die Möglichkeit ein hochmodernes Krankenhaus von innen zu sehen. Stichwort Medizintourismus. Wobei hier der Tourismus vor der Medizin kam.

Im Anschluss daran fuhr Christine nach Deutschland weil leider ihr Opa verstorben war. Währenddessen konnte sich Dirk weiter in Bangkok von seiner inzwischen zweiten Tropenkrankheit (remember Larva migrans) erholen. Bangkok eignet sich hierfür vorzüglich, gibt es doch unglaublich viele gute Restaurants und Cafes. Letztere werden teilweise von knuddelbaren Haustieren bevölkert.

Was ist eigentlich das heutige Bangkok?

Eine Stadt, in welcher man sich für umgerechnet fünf Euro eine Stunde lang massieren lassen kann, in welcher man mit Uber für den gleichen Betrag eine Stunde lang durch den Stau quer durch die Stadt kutschiert wird.

Aber auch eine Stadt, in welcher man für das gleiche Geld in einer der kapitalistisch-imperialistischen Kaffeehaus-Ketten einen Kaffee mit einer Zimt-Rolle am Tresen abholen muss, um sich dann zwischen vielen jungen stylischen Menschen mit den neusten technischen Gadgets einen Platz zu erkämpfen.

Eigentlich sagen die Fassaden von Bangkok genau dies aus…

69 Comments

  1. Lieber Dirk,
    Diese Fassaden sind beeindruckend: ihre Formen, ihre Kontraste, die ihnen hinzugefügten Details. Sie zu photographieren ist nicht gewöhnlich; umso interessanter ist deine Zusammenstellung. Es scheint, als könne man eine Kultur (auch) über ihre Fassaden begreifen. Fassadologie, sozusagen.
    Gruß, k.

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